Ethics & Bias in Artificial Intelligence

Das Vienna Deep Learning Meetup und das Centre for Informatics and Society laden zu einem Diskussions-Abend zu Thema Ethics and Bias in AI. Auch wenn Machine Learning-Technologien großes Potential für bieten, sind sie anfällig für Bias und werfen eine ganze Reihe ethischer Fragen auf.

Machine-Learning-Systeme, von einfachem Spam-Filtering oder Recommender-Systemen bis hin zu Deep Learning und AI sind bereits in vielen Bereichen der Gesellschaft im Einsatz. Welche Suchergebnisse, Jobangebote, Werbungen und Social Media – Posts wir gezeigt bekommen, was wir für Lebensmittel, Mobilität oder Versicherungen zahlen – all das wird bereits jetzt von Algorithmen (mit-)entschieden, die zu großen Teilen auf Machine Learning-Technologien basieren. Während diese Anwendungen die Gesellschaft immer mehr durchdringen, zeigen sich auch die realen Auswirkungen dieser System aufgrund der inherenten Biases, die sie beinhalten. Zum Beispiel haben Studien gezeigt, dass die Kautions-Bewertungssysteme, die bereits in den USA zum Einsatz kommen, Menschen mit dunklerer Hautfarbe unfair benachteiligen, und Analysen von Wort-Embedding-Tools haben gezeigt, dass diese Gender-Stereotypen aufgrund unfairer Trainingsdaten tradieren. Während ein genereller Konsens über die Unvermeidbarkeit jeglichen Bias‘ existiert, sind Lösungen von einem simplen Akzeptieren dieser Biases als realistisches Abbild der Gesellschaft bis hin zu mathematischen Zugängen, die Versuchen, Biases zu identifizieren und auszugleichen , heiss diskutiert.

Neben dem Problemen, die durch solche inherenten Biases entstehen, werfen viele Machine Learning-Methoden und Anwendungen komplexe ethische Fragen auf. Sollten Regierungen Machine Learning- und AI-Technologien verwenden, um die Vertrauenswürdigkeit ihrer BürgerInnen zu berechnen? Sollten unfaire Algorithmen toleriert werden, auch wenn sie manche Bevölkerungsgruppen benachteiligen? Ist es ethisch vertretbar, AI-Technologien zu entwickeln, welche in Kürze durch Automatisierung Arbeitsplätze ersetzen werden? Und wie können wir dafür sorgen, dass AI und Automation nicht zu noch größeren gesellschaftlichen Ungleichheiten wie Digital Divides oder der Einkommensschere führen?

Diese und viele weiteren Fragen benötigen eine breite und multidisziplinäre Diskussion um eine faire und positive Zukunft für AI und verwandte Technologien zu ermöglichen. Mit diesem Event möchten wir eine Plattform für die Auseinandersetzung in Form von zwei Keynotes und einer Panel-Diskussion mit fünf internationalen Experten aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen schaffen.

Das Event hat bereits stattgefunden. Sehen Sie sich hier den Live-Stream an, oder werfen Sie einen Blick auf die Photos!

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Mai 7, 2018


Prechtl-Saal - TU Wien

„Zukunft der Digitalen Transformation“ – Studienpräsentation

Wie Informatik die Welt verändern wird

Ergebnispräsentation und Podiumsdiskussion zur Zukunft der Digitalen Transformation mit Christian HABERNIG (Stadt Wien), Mag. Sylvia KUBA (AK Wien), Dr. Erich PREM (EUTEMA), Hilda TELLIOGLU (C!S, TU Wien) und Michael WIESMÜLLER (BMVIT).

Das Centre for Informatics and Society (C!S) der Fakultät für Informatik an der TU Wien lädt Sie herzlich zur Ergebnispräsentation der Delphi-Studie „Zukunft der Digitalen Transformation“ mit anschließender Podiumsdiskussion ein.

Exzellenz und Verantwortung

Inmitten von künstlicher Intelligenz, automatisierten Maschinen und sozialen Medien stehen wir Menschen vor mehr Fragezeichen als Antworten. Wo verlieren wir das Gleichgewicht? Wo setzen wir die Grenzen? In der sogenannten „Digitalen Transformation“ spielen wir eine Doppelrolle als Erschaffer und Beeinflusste zugleich. Und es ist vor allem die Informatik, mit der wir den technologischen Fortschritt und die akademische Forschung vorantreiben. Daraus wächst allerdings auch die Verantwortung, gesellschaftlich wichtige Fragen zu stellen.

Delphi-Studie blickt in die Zukunft der Digitalen Transformation

In einer einzigartigen, interdisziplinären Studie untersucht das Centre for Informatics and Society die wichtigsten Zukunftsfragen zur Digitalen Transformation: Welche Bereiche der Gesellschaft werden von den Auswirkungen der Digitalen Transformation besonders betroffen sein? Welche Technologien werden die größte Rolle spielen, und welche Problemfelder werden durch die Verbreitung dieser Technologien besondere Beachtung benötigen? Auf Basis des Delphi-Verfahrens skizziert die Studie die Zukunftsszenarien internationaler ExpertInnen.

Die Ergebnisse der Studie werden erstmals am 16. April öffentlich präsentiert.

Im Anschluss diskutieren VertreterInnen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung die Erkenntnisse und Konsequenzen der Studie.

Ergebnisse zum Download

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April 16, 2018


TUtheSky, TU Wien

Symposium „Digitale Transformation“

Das Centre for Informatics and Society (CIS) der Fakultät für Informatik an der Technischen Universität Wien lädt recht herzlich zum Symposium „Digitale Transformation“ ein.

Smart Cities, Industrie 4.0, Social Media und Fake News – digitale Transformation betrifft nahezu alle Lebens- und Gesellschaftsbereiche. Zukünftige Entwicklungen können somit nicht mehr nur durch einzelne Disziplinen bearbeitet und bewertet werden: nur durch interdisziplinäre Auseinandersetzung mit dem Thema wird es möglich sein, gesamtheitliche Lösungsansätze zu entwickeln.

Dem Credo „Technik für Menschen“ der Technischen Universität Wien folgend, untersucht das Centre for Informatics and Society Entwicklungen im Spannungsfeld zwischen Informatik und Gesellschaft, unterstützt inter- und transdisziplinäre Forschungsvorhaben und treibt die öffentliche Diskussion durch Workshops, Vorträge und öffentliche Veranstaltungen voran.

Internationale Vortragende aus den Bereichen Social Informatics, Soziologie, Kommunikationswissenschaften, Bildung und Medienpädagogik, Industrie und Produktionswissenschaften sowie Wirtschaftsinformatik geben Einblick in die Fortschritte und Spannungsfelder der digitalen Transformation der Gesellschaft in ihren Forschungsbereichen. Ihre Vorträge skizzieren den Status quo digitaler Transformation in ihrem Fachbereich und diskutieren über die Herausforderungen der nächsten Jahre, denen sich akademische Forschung und Lehre, Politik und Gesellschaft im Allgemeinen stellen müssen.

Als besonderen Gast dürfen wir die österreichische Staatssekretärin für Diversität, Öffentlichen Dienst und Digitalisierung, Mag. Muna Duzdar, als Keynote-Speakerin begrüßen.

Vortragsprogramm

„Health, Technology, and Automation: Connecting Personal Health, the Health Sector, and Society“
Prof. Eric T. Meyer, Oxford Internet Institute
Eric Meyer ist Professor für Social Informatics am Oxford Internet Institute der Universität Oxford. Seine Forschungstätigkeiten konzentrieren sich auf den Wandel von Naturwissenschaften, Medizin, Sozialwissenschaften und Humanwissenschaften im Zuge der Durchdringung des täglichen Lebens mit (digitalen) Technologien.

„Democracy in a Networked Society“
Prof. Jan van Dijk, Universität Twente, Niederlande
Jan van Dijk ist Professor für Soziologie und Kommunikationswissenschaften und Leiter des Center for eGovernment Studies an der Universität Twente. Er untersucht Aspekte der Informationsgesellschaft in Bezug auf Kommunikation, Demokratie und Technologie im Rahmen seiner Forschungstätigkeiten.

„Manufacturing Work of the Future“
Dr.-Ing. Sebastian Schlund, Fraunhofer IAO, Stuttgart
Sebastian Schlund ist Leiter des Kompetenzzentrums für Produktionswissenschaften am Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation in Stuttgart. Seine Arbeitsgebiete und angewandte Forschung schliessen unter anderem die Produktionsarbeit der Zukunft und Industrie 4.0, integrierte Planung und Optimierung von Produktion und Logistik sowie Alternsgerechte Arbeitssysteme mit ein.

„Transforming the Digital by Media Education“
Prof. Christian Swertz, Universität Wien
Christian Swertz ist Professor für Medienpädagogik an der Universität Wien. Er beschäftigt sich mit Aspekten der Bildungstheorie und Medienkompetenz, technology-enhanced Learning und eLearning sowie den Wechselwirkungen zwischen digitalen Medien und Bildung.

„Digital Transformation in Political Economy“ (tbd)
Prof. Gerhard Hanappi, TU Wien
Gerhard Hanappi ist Professor für politische Ökonomie und Wirtschaftsinformatik an der Technischen Universität Wien. Seine Forschungstätigkeit umschliesst die Themen Makroökonomie, Simulationsmethodik, spieltheoretische Ansätze und eCommerce.

Slides

Wie bereits auf dem Symposium angekündigt, stehen die Präsentations-Slides hier zum Download zur Verfügung:

Van Dijk – Digital Democracy in a Network Society

Meyer – Health, Technology and Automation

Schlund – Manufacturing Work of the Future

Swertz – Transforming the Digital by Media Education

Hanappi – Digital Transformation and Political Economy

Photogallerie

Veranstaltungsdetails

Datum: Montag, 24. April 2017, 09:30 bis 18:30
Ort: TUtheSky, Getreidemarkt 9, 1060 Wien, BA Gebäude, 11. Stock
Eintritt frei

Im Anschluß an die Vorträge werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Disziplinen im Rahmen einer moderierten Podiumsdiskussion mit dem Publikum diskutiert.
Das Programm runden ein Business Lunch zu Mittag, Kaffeepausen sowie Buffet und Getränke mit den Vortragenden in einem informellen Rahmen ab.

Die Veranstaltung wird auf Englisch abgehalten.

Aufgrund beschränkter Platzanzahl bitten wir um eine kurze Anmeldung unter symposium@cisvienna.com

 

April 24, 2017